PICNIC

Von Shunji Iwai | 1996 | 72 Min. | 35 mm | OmU

Ein ungewöhnlicher Film, eher essayistisch in einer Diskussion über Gott, die Welt und den Sinn. Die junge Koko wird von ihren Eltern in eine geschlossene Anstalt eingeliefert. Dort trifft sie auf Saturn und Tsumuji, mit denen sie sich anfreundet und auch schon bald ausbricht. Sie gelangen zu einer Kirche und unterhalten sich mit dem Pfarrer, der, bevor das Trio wieder geschnappt, zurückgebracht und bestraft wird, Tsumuji eine Bibel schenkt. Tsumuji, der vor einiger Zeit seinen Lehrer umgebracht hat, dessen Phantasiegestalt ihn nun heimsucht, wandelt sich zum Gläubigen, da er im christlichen Glauben Vergebung seiner ihn quälenden Schuld findet. Besonders faszinierend ist für alle Drei, ob sie nun glauben oder nicht, die Idee des Weltuntergangs. Durch ein Missverständnis sind sie davon überzeugt, dass die Welt in Kürze untergehen wird. Da also keinerlei Konsequenzen mehr zu erwarten sind, brechen sie ein letztes Mal aus, um gemeinsam bei einem Picknick an einem geeigneten Ort, das Ende der Welt zu beobachten. Die drei Hauptfiguren versuchen einen Platz zu besetzen, der sowohl die eine Realität der sie ausstoßenden Gesellschaft, als auch die der psychiatrischen Anstalt, die sie festhält, ablehnt. Sie bewegen sich innerhalb einer Utopie, die ihnen eigentlich fremd ist.

ピクニック (pikunikku)


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