ESCAPE FROM HIROSHIMA PRISON

ESCAPE FROM HIROSHIMA PRISON

von Sadao Nakajima | 1974 | 97 Min. | 35 mm | OmdU | Internationale Premiere

Internationale Premiere

Nachdem er einen Drogenhändler in Kobe umgebracht hat, muss Ueda Masayuki für 20 Jahre ins Gefängnis. Als freiheitsliebender Rebell kommt er aber nicht mit dem Gefängnisalltag klar, bricht immer wieder aus und bringt dabei noch mehr Leute um. Durch eigene Dummheit landet er jedoch jedes mal wieder aufs Neue im Knast.

Dieser Film hat alles was man sich von einem perfekten 70er Jahre B-Movie erträumen mag, obwohl er absolut kein B-Movie war! Der Film überrascht durch seine erfrischende Ironie gegenüber der Gesellschaft und mit Seitenhieben auf die amerikanische Besatzung. Ein genialer Soundtrack, gute Schauspieler und aberwitzig absurde Situationskomik, lassen keine Wünsche offen. Nach einer ans Absurde grenzenden wahren Gegebenheit (bei der ein Mann 7 mal aus dem Gefängnis ausbrach und am Ende eine Gesamtstrafe von über 40 Jahren hatte) aus der chaotischen Nachkriegszeit.

脱獄広島殺人囚 (datsugoku hiroshima satsujinshuu) | TOEI | Gast: Regisseur Sadao Nakajima

Sadao Nakajima – Absurdität und Rebellion

Der 1934 geborene Nakajima begann seine Karriere in den frühen 1960er Jahren mit Samurai-Filmen. Im Verlauf seiner Karriere wurden vor allem Yakuza-Filme der zweiten Generation zu seinem Markenzeichen. Diese Filme zeichneten sich aus durch eine ungewöhnliche Mischung aus realistischer Darstellung von Gewalt und gleichzeitiger Sentimentalität.

Im Rahmen der Retrospektive „Absurdität und Rebellion“ bringt das JFFH drei Kult-Filme Nakajimas nach Hamburg, darunter die beiden 70er-Jahre-Gangsterfilme „Escape from Hiroshima Prison“ und „Crazed Beast“. Beide schildern den ebenso verzweifelten wie absurden Kampf ihrer Protagonisten gegen ein von der Gesellschaft aufgezwängtes Schicksal. Mit „Appassionata“ aus dem Jahr 1984 knüpft er ebenfalls an dieses Thema an, greift dazu aber die Biographie der Schriftstellerin Shoen Uemura auf, die sich in einer von Männern dominierten Kunstszene mit ihrem Talent durchsetzen muss.

Regisseur Nakajima wird selbst in Hamburg zu Gast sein und seine Filme vorstellen.


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